Der K3 von DG0OKW bekommt ein Transvertermodul

 

Ich hatte in meinem Beitrag vom 1.Juni.2010 ja angekündigt das Ende des Jahres ein Transvertermodul folgen soll, es hat leider 5 Jahre länger gedauert.
Aber am Ende war das auch gut so, denn es gibt mittlerweile die 3. Version des Transvertermoduls die KXV3b.

Beim KXV3a kam damals die Möglichkeit hinzu einen Internen Transverter an zu schliesen, und jetzt beim KXV3b wurde noch ein zusätzlicher Vorverstärker für die Bänder 12m, 10m und 6m mit eingebaut.
Einige K3 Besitzer meinen der K3 sei taub auf 10m, ich persönlich kann das so nicht sagen, aber ich hab auch keinen 2. Highend Tranceiver um das zu vergleichen. Ja und gegenüber einem FT857 oder einem TS440 kann ich da nichts negatives feststellen.

Ich hatte aber schon mit dem Gedanken gespielt mir einen zusätzlichen Verstärker für 10m zu zu legen, Elecraft bietet so etwas an, man benötigt aber zum Einschleifen auch ein Transvertermodul, somit hab ich jetzt viel Geld gespart das Elecraft nun beides kombiniert hat.

Ende 2015 hab ich mir mal wieder die aktuellen Elecraft Preise angesehen und mit denen von QRP Project verglichen, ja bei so etwas macht sich der aktuell miese Dollarkurs stark bemerkbar. Die 10W Grundversion des K3S kostet im Moment 1000€ mehr wie damals 2009 die 10W Grundversion des K3 als ich ihn gekauft habe. Extrem finde ich die Preisentwicklung beim Sprachspeicher und CQ-Ruf Modul 2009 hab ich 106€ bezahlt, heute kostet es 189€, das selbe Modul.

Dann fiel mein Auge auf den in Deutschland günstigen Preis des Transvertermoduls, und ich dachte mir, in knapp 2 Wochen ist 10m Contest, wenn nicht jetzt wann dann, also bestellt das Ding, jeder mögliche Vorteil sollte genutzt werden.

Nunja leider war Neujahr dazwischen, so das das Modul erst am Montag nach dem Contest in Berlin verschickt wurde und auch erst am Donnerstag bei mir ankam (hoch lebe die Post).

So musste ich meine 277 QSOs ohne die kleine Hilfe aus dem Hause Elecraft fahren beim 10m Contest. Aber wie gesagt, ich bin mit der Empfindlichkeit meines K3 (Nr. 2883) auf 10m eigentlich zufrieden.

So aber nun zu den Bildern.

Bilder 00113:52 Uhr
Ich wußte nicht mehr ob ich den K3 letztes mal gewogen hatte, deswegen hab ich dies mal vor dem Umbau getan. ja, ich hatte ihn damals gewogen und er ist jetzt 15g schwerer. Nachdem ich mir die Bilder vom Einbau des Antennentuners angesehen habe, war mir klar woran das liegt, ich habe zwischenzeitlich einen Filter mehr eingebaut.

Bilder 00213:55 Uhr
Das war der Inhalt des Packetes. Anleitung (in Englisch) daneben ein Flyer von www.funken.lernen.de
unten links das Transvertermodul, eine Tüte Schrauben, die Blende und das Kabel um den ZF Ausgang (für P3 oder anderen SDR) an die Buchse an zu schliesen.

Bilder 00314:04 Uhr
Das Bild kennt ihr vom letzten Bericht über HQ nur diesmal ist der Stecker drin im 2. RX

Bilder 00414:06 Uhr
So 2. Empfänger auch ausgebaut.

Bilder 00514:19 Uhr
Als nächstes die Input/Output Platine ausgebaut, und die leer Blende vom Transvertermodul entfernt.

Bilder 00714:20 Uhr
Oben rechts ist eine einreihige Buchsenleiste, die beiden Drahtbrücken darin müssen entfernt werden.

Bilder 00814:25 Uhr
So und rein mit dem Teil, links sieht man das Kabel für den ZF Ausgang verschwinden, hab leider kein Foto von der Rückseite gemacht.
Die Stifte der Stiftleiste rechts sind nicht 100% in die Buchsenleiste gesteckt, das muss aber so sein.

Bilder 00914:46 Uhr
Es geht Schlag auf Schlag, hier ist das I/O Modul auch schon wieder drin und beide Blenden angeschraubt.

Bilder 01015:10 Uhr
Fertig, das blieb dann übrig, die Drahtbrücken, die 2 Schrauben die die Leerblende gehalten haben eine Tüte und die Packzettel (wieder neue Namen).

Bilder 01115:13 Uhr
So und wieder ab auf die Wage, 38g zugelegt, ich denke mit unter 5kG ist der K3 ein erstklassiger Portabel TRX.

Ja und wer jetzt denkt das wars irrt, jetzt ginge der Spass erst los.

Das neue Transvertermodul braucht natürlich auch eine neue Firmware, meine 4.93 war dafür zu alt, also musste die neue 5.38 drauf.
Als erstes die neuste Überspielsoftware geladen, K3 angeschlossen, COM 1 ist in Benutzung von einem anderen Programm.
Selbe Meldung kam letztens schon beim Test unseres neuen ProSisTel Rotors. Also USB-Serial Adapter geholt und krampfhaft Treiber gesucht. Nach 15-20min waren diese installiert auf meinem guten alten XP PC.

Also K3 verbunden, geht, neuste Firmware ins Programm laden, und dann hoch auf den K3.
Nach 10sec .. kling Fehler Port Com6… Wahrscheinlich hatte ich am Kabel gewackert und der Adapter hat kurz den Kontakt verloren.
Sche………   es wird ausdrücklich gesagt, man soll bei Firmwareupdate darauf achten das die Verbindung von PC und K3 nicht unterbrochen wird und keiner von beiden ausgeschalten wird. Super.
Der K3 zeigt nur noch MCU LD an und das wars, ein 4269 Gramm schwerer Briefbeschwerer.

Kurze Suche im Netz, nichts sinnvolles gefunden, also E-Mail an den QRPeter geschickt, mit Problemschilderung.
Dannach weiter im Netz gesucht und siehe da da gabs mal einen der hatte das selbe Problem, und was soll man tun (in Englisch)?

In dem Programm K3 Utility welches zum Datenübertragen verwendet wird, gibt es eine Hilfe und da eine Rubrik Troubleshooting, und da steht dann drin, das man den K3 für mindestens eine Minute vom Strom trennen soll, das wirklich nichts mehr in irgend einem Elko ist, denn die Prozessoren sollen wohl auch mit extrem niedriger Spnnung noch arbeiten. Dann soll man 10sec die POWER Taste drücken bis wieder MCU LD im Display ohne Hintergrundbeleuchtung erscheint und die TX LED Blinkt. So weit so gut, jetzt hab ich schon mal einen Briefbeschwerer mit Blinklicht.
Dann die Software starten und einmal kurz den Com-Port testen dadurch wird ein Befehl ausgegeben der den Bootloader vom K3 anspricht. Und dann ganz normal verbinden. Und siehe das es geht. Die Software zeigt normal an, welche Firmware Versionen für die verschiedenen Baugruppen auf dem K3 sind, dieses mal standen alles ??? drin. Cool mein Briefbeschwerer hat einen Computeranschluss.

Dann einfach die Firmware wie üblich aufspielen, und fertig. Juhu ich kann mit meine Briefbeschwerer wieder funken. Nach einer Stunde schwitzen.
Sofort Mail an den QRPeter, das es sich erledigt hat, er hat bestimmt auch ohne mich genug zu tun 😉

Dann noch das Transvertermodul aktiviert, den Vorverstärker für die 3 Bänder aktiviert, das kann man für jedes der 3 Bänder einzeln einstellen ob man ihn haben will oder nicht. Und mal ohne Antenne getestet. Das Rauschen nimmt auf 12m hörbar zu, auf 10m hört man keinen Unterschied, und auf 6m kam mir das Rauschen soger leiser vor wie mit Preamp 1.
Dann hab ich mal eine Antenne angeklemmt, es war zwar auf keinem Band was zu hören, außer Störungen. Und hier konnte man sehr schön sehen wie der Störpegel beim zuschalten von Preamp 1 und dann 2 jeweils nach oben gegangen ist.
Kurz gesagt, es ist fraglich ob der neue Vorverstärker in unserer heutigen Elektrosmog verseuchten Welt einen Nutzen hat.
Glücklicherweise ist das Thema Elektrosmog auf diversen Funkbergen in der Gegend nicht so das Problem. Aus diesem Grund gibt es auf dem Sieglitz zum Beispiel keine Energiesparlampen, oder gar LED Beleuchtung. Und gerade mal 3 Leuchtstoffröhren an strategisch unwichtigen Orten, sonst nur Glühbirnen und Halogenlampen.
Diverse LED Außenbeleuchtungen andern Orts haben mich in meiner Meinung noch bestärkt.

Aber zurück zum K3, ein Transverter ist erst einmal noch nicht geplant. Es gibt da ja mittlerweile mehrere Möglichkeiten. Intern oder Extern. Extern ist für mich völlig uninteresannt, bin nicht der UKW Contester der einen super Highend Transverter braucht. Ich würde mich maximal für einen Internen 2m Transverter interesieren. Mittlerweile gibt es 2 verschiedene, einmal den originalen K144XV von Elecraft mit 10W und dann wird auch noch einer einer von EA7HG angeboten der einmal mit 6 und einmal mit 8W auf der Seite vom QRP-SHOP steht, aber einen für UKW sehr interesannten IP3 von +29dB hat und ist billiger. Von EA7HG bietet der QRP-SHOP auch einen 4m Transverter an aber das ist nicht mein Band.
So mal schauen wann das Teil noch dazu kommt, so sehr viel hat Elecraft dann nicht mehr was man noch alles in seinen K3 einbauen kann.

So das wars mal wieder.

73 de Matthias DG0OKW

 


Kommentare

Der K3 von DG0OKW bekommt ein Transvertermodul — 1 Kommentar

  1. Danke für den Bericht.
    Hier laufen laufen zwei DB6NT-Transverter am K3.
    Das ist schon eine tolle Konstellation.
    Das mit dem Vorverstärker wußte ich noch nicht,
    muß mich mal schlau machen.

    73, Peter

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